Der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln

Bild: Frau Merhar und Frau Müller
Frau Merhar und Frau Müller vom Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 2.000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Auf der Kinder­krebsstation der Kölner Universitätsklinik werden jährlich 75 bis 80 Kinder und Jugendliche neu aufgenommen. Über 800 Patienten sind in laufender Behandlung oder in der Nachsorge. Die Chance geheilt zu werden ist groß, aber um den Preis lang andauernder Krankenhausaufenthalte und schmerzhafter Therapien. Dennoch sterben immer noch viele Kinder. 

Die Krankheit eines Kindes ist immer eine Erkrankung der gesamten Familie. Sie ist mit wachsenden Belastungen auch der Angehörigen, insbesondere der Geschwisterkinder verbunden. Die Familie braucht vielfältigen Rat, menschlichen Beistand und tatkräftige Hilfe. Deshalb gibt es seit 1990 den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln. 

Der Förderverein ist eine Initiative von Eltern, deren Kind an Krebs erkrankt ist oder war. Als Selbsthilfe­gruppe gibt er Erfahrungen weiter und steht den aktuell Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Er setzt sich für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen und des Umfeldes krebskranker Kinder und Jugendlicher ein, die in Köln behandelt werden.

Was der Förderverein leistet.

Das Elternhaus

Mit dem 1998 auf dem Gelände der Universitätsklinik erbauten Elternhaus bietet der Förderverein betroffenen Familien in unmittelbarer Nähe der Kinderkrebsstation ein „Zuhause auf Zeit”. In den 15 Appartements des Elternhauses wohnen Familien, deren Kinder auf der Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Köln behandelt werden. Auch für Familien mit Kindern, die an anderen chronischen Erkrankungen leiden, ist das Elternhaus geöffnet und wird vielfach genutzt. Hier ist „immer jemand da”, hier finden Eltern Beistand und Hilfe, hier wird miteinander geredet, geweint, gehofft und hier treffen Familien auf Familien in Ähnlichen Lebenssituationen. Hier bietet der Förderverein Gesprächskreise, Mal- und Bastelaktivitäten und vieles mehr für Mütter, Väter, Geschwisterkinder und die kranken Kinder.

Unterstützung auf der Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Köln

Es werden zwei Klinikclowns finanziert, die mit ihren lustigen Visiten die kleinen Patienten aufmuntern sowie verschiedene Stationsveranstaltungen wie Nikolausfeier oder Karnevalsfeier und vieles mehr unterhalten. Die MitarbeiterInnen des Kölner Elternhauses besuchen dazu regelmäßig die Kinderkrebsstation, um auch die Familien zu erreichen, die nicht im Elternhaus wohnen. Der Förderverein finanziert sechs zusätzliche Stellen auf der Kinderkrebsstation; z.B. zwei Ärzte, eine Kunsttherapeutin, eine Erzieherin usw. Diese helfen, die medizinische und psychosoziale Versorgung zu verbessern und entlasten damit das Klinikpersonal.

Erholungsfreizeiten als Teil der Nachsorge

Die Therapie krebskranker Kinder zieht oft schwere körperliche und seelische Beeinträchtigungen nach sich. Die kleinen Patienten müssen lernen, auch nach der biologischen Genesung mit der Krankheit zu leben. In kleinen Gruppen erholen sich Kinder und Jugendliche körperlich und seelisch, entwickeln Selbstbewusstsein, schöpfen wieder Lebensmut und erfahren, dass sie nicht allein sind. Das wird zum Beispiel durch die Reiterfreizeit auf dem Hof Hirschberg, der Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer oder Ferien auf dem Bauernhof umgesetzt.

Finanzielle Unterstützung für Familien in Notlagen

Die Langzeiterkrankung eines Kindes bringt Familien häufig in finanzielle Bedrängnisse. Oft muss ein Elternteil seine Erwerbstätigkeit aufgeben, um ganz für das Kind da zu sein. Fahrt- und Reisekosten und die Anschaffung teurer Hilfsgeräte belasten den Familienetat. Für dringend notwendige Urlaube oder Kuren fehlt das Geld. In sozialen Härtefällen und wenn kein anderer Kostenträger zahlt, hilft der Förderverein mit Zuschüssen.

Verwaiste Eltern

Dank spezieller Forschungen - die der Förderverein auch finanziell unterstützt - können nahezu 80% der an Krebs erkrankten Kinder heute geheilt werden. Dennoch: Jedes Kind, das stirbt, ist ein Kind zuviel.

Helfen SIE dem Förderverein – weiterhin zu helfen!

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